Verträglichkeit von Eiern bei Histaminintoleranz

access_time 10 min
huehner-eier

Eier enthalten zu etwa 13 Prozent hochwertiges Eiweiß mit einer biologischen Wertigkeit von 100. Alle essenziellen Aminosäuren sind in einem optimalen Verhältnis vorhanden. Das Eigelb enthält zusätzlich eine Vielzahl an Vitaminen wie A, D, K, B2, B6, B12 und Folsäure sowie die Mineralstoffe Phosphor, Natrium, Kalium und Calcium. Fett ist mit einem Anteil von 11 Prozent nur im Eigelb zu finden.

Hühnereiweiß ist Histaminliberator

Bei der Verträglichkeit von Hühnereiern ist zwischen Eigelb und Eiweiß zu unterscheiden. Während Eigelb bei ausreichender Frische meist gut vertragen wird, wirkt Eiweiß als Histaminliberator und enthält zusätzlich Histamin. Die gute Nachricht ist aber, dass die meisten wertvollen Inhaltstoffe im Eigelb enthalten sind und somit verzehrt werden können.

Gibt es Unterschiede in der Verträglichkeit von Hühner- und Wachteleier?

Ja, die gibt es. Bei Wachteleiern kann im Gegensatz zu Hühnereiern das ganze Ei verzehrt werden. Das Eiweiß wirkt hier nicht als Histaminliberator. Um ein Hühnerei zu ersetzen werden circa 5 Wachteleier benötigt.

Wie lange sind Eier bei Histaminintoleranz noch genießbar?

Durch seine besondere Beschaffenheit und Inhaltsstoffe zum Schutz der Keimanlage ist das Ei, insbesondere das Eigelb, für mehrere Tage so frisch wie am Legetag. Bei Histaminintoleranz sollten die Eier trotzdem möglichst von Beginn an im Kühlschrank gelagert werde. Spätestens nach 14 Tagen sollten die Eier verzehrt sein. Das offizielle Mindesthaltbarkeitsdatum läuft 28 Tage nach dem Legetag ab.

Einfacher Eierhaltbarkeitstest

Ein Glas mit Wasser füllen und das Ei langsam in das Wasserglas legen. Bleibt das Ei am Boden liegen ist es noch frisch. Stellt sich das Ei am Boden auf oder schwimmt sogar an der Wasseroberfläche sollte es bei Histaminintoleranz nicht mehr gegessen werden.

Sind hartgekochte Eier bei Histaminintoleranz empfehlenswert?

Hartgekochte Eier sind gut verträglich, sofern sie frisch sind und nur das Eigelb verzehrt wird. Die Histaminliberatoren im Eiweiß lassen sich auch durch Hitzeeinwirkung nicht zerstören.

In Kochsalzlösung eingelegten Eiern, sogenannte Soleiern, sind stark histaminhaltig und deshalb unverträglich bei Histaminintoleranz.

Richtige Zubereitung von Eiern bei Histaminintoleranz

Leichte und mittlere Histaminintoleranz

Das Ei aufschlagen und das Eiweiß vom Eigelb möglichst vollständig trennen. Anschließend das Eigelb direkt erhitzen, um einsetzender Histaminbildung entgegen zu wirken.

Eine weitere Methode zum Trennen von Eigelb und Eiweiß ist das Hartkochen des Eis und anschließendem Entfernen des Eiweißes.

Starke Histaminintoleranz

Nach manueller Trennung von Eiweiß und Eigelb befinden sich immer noch Reste des Eiweißes im Eigelb. Um dieses vollständig Abzutrennen wird ein Topf mit heißem Wasser benötigt, in welche das noch intakte Eigelb vorsichtig gegeben wird. Bereits nach wenigen Sekunden denaturiert das restliche Eiklar an der Außenhülle des Eigelbs. Mithilfe eines feinen Küchensiebs wird dann das Eiklar entnommen und kann noch im Sieb angestochen und in ein Behältnis abgelassen werden.

Um auch noch das Histamin im Eigelb zu reduzieren wird das so erhaltenen Eigelb in kochendem Wasser gestockt und anschließend mit einem Sieb abgeseiht. Da Histamin gut wasserlöslich ist, ist das so erhaltene gestockte Eigelb nun auch weitgehend frei von Histamin.

Kommentieren